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Frankfurt/M.: Lufthansa führt vierte Sitzklasse ein – RP ONLINE

VON BRIGITTE SCHOLTES – zuletzt aktualisiert: 26.03.2013

Frankfurt/M. (RP). Besser als Economy, aber noch nicht Business Class – Vorstandschef Christoph Franz reagiert auf den Wunsch der Kunden nach stärkerer Differenzierung. Veränderungen gibt es auch im Vorstand: Einer geht, zwei sollen kommen.

Der Umbau bei der Lufthansa geht weiter – und das gleich auf mehreren Ebenen. Vom kommenden Jahr an können Kunden der größten deutschen Fluggesellschaft eine weitere Sitzklasse wählen, die “Premium Economy”. Die geplante Zwischenklasse soll zwischen der bisherigen Economy und der Business Class angesiedelt werden, nach Angaben von Vorstandschef Christoph Franz aber preislich näher an der Economy liegen. Das Unternehmen reagiere damit auf den Wunsch der Kunden nach “stärkerer Differenzierung”, sagte Franz.

Schon auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin Anfang des Monats hatte Jens Bischof, Lufthansa-Passagevorstand für Vertrieb und Erlösmanagement, die Einführung der “Premium Economy” auf der Langstrecke angekündigt. Die Lufthansa werde aber nicht einfach denselben Sitz mit mehr Beinfreiheit einbauen und dieses dann Premium nennen, hatte Bischof gesagt. Vielmehr werde sich der neue Sitz für die Zwischenklasse komplett von der Economy unterscheiden und neben der Beinfreiheit auch mehr Breite bieten.

Vom kommenden Frühjahr an soll mit der Umrüstung der Flotte begonnen werden. Ein Projektteam arbeite daran, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Die größte deutsche Airline ist indes nicht die erste Fluggesellschaft, die ihren Kunden eine stärkere Differenzierung anbietet. Mehr als 25 Gesellschaften weltweit haben das schon getan, etwa Air France-KLM, British Airways, Turkish Airlines, Qantas, Air China oder United.

Auch in Deutschland gibt es schon unterschiedliche Klassen unterhalb der Business Class. So bietet die frühere Lufthansa-Tochter Condor eine gehobene Eco-Klasse an, und im Lufthansa-Konzern selbst können Kunden von Germanwings zwischen drei Klassen wählen: die “basic”-Version, bei der nur der Flug bezahlt ist, weitere Leistungen wie Snacks zusätzlich bezahlt werden müssen, die “smart”-Version, bei der etwa Snacks angeboten werden, oder die “best”-Variante, die neben einem à la carte-Menu auch Sitze mit mehr Beinfreiheit bietet.

Bisher hatte die Lufthansa sich zu diesem Schritt noch nicht entschließen können, weil sie die Abwanderung von gut zahlenden Geschäftsleuten aus der Business Class fürchtete. Diese Bedenken gibt es jetzt offenbar nicht mehr. Im Gegenteil: Die Hoffnung, dass “Aufsteiger” aus der Economy künftig die neue Klasse buchen und damit für höhere Erlöse sorgen könnten, überwiegt anscheinend. “Die Lufthansa wird das gründlich durchgerechnet haben, ob sich diese Investition lohnt”, meinte gestern ein Analyst.

Neben dem Umbau in den Flugzeugen scheut Lufthansa-Chef Christoph Franz auch nicht vor einer Veränderung im Vorstand zurück. Stefan Lauer wird im Sommer dieses Jahres seinen Platz räumen. Der 57 Jahre alte Manager ist bisher für Personal und Beteiligungen verantwortlich. Laut “Spiegel” sollen ihm zwei Manager nachfolgen. Der eine könnte Swiss-Chef Harry Hohmeister sein, der als enger Vertrauter von Konzernchef Franz gilt. Als aussichtsreiche Kandidaten für das Personalressort gelten derzeit der Tarifexperte Peter Gerber und die ehemalige Bahnmanagerin Bettina Volkens. Damit würde die Lufthansa also das Führungsgremium auf fünf Ressorts erweitern. Neben Franz und Lauer gehören gegenwärtig Simone Menne und Carsten Spohr dem Vorstand an. Menne ist für die Lufthansa-Finanzen, Spohr für die Passage zuständig.

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